Ganz ehrlich, niemand erwartet von Ihnen, dass Sie Umberto Ecos Gratis-Prophezeiungen
oder Dantes göttliche Komödie im Original lesen können oder gar wollen. Aber wenn
Italienisch eines ist, dann die Kultursprache Nummer eins in Europa.
Wer Italienisch spricht, zeigt damit, dass er sich in der Welt der Hochsprache von Antike
bis Postmoderne auskennt und strahlt damit aus, ein Kosmopolit und Weltenkenner zu sein.
Der Italienisch sprechende versteht damit eine der über Jahrhunderte ausgefeiltesten
Sprachen der Welt und gehört zu einer kleinen Elite. Denn Italienisch ist – mit nur ca.
70.000.000 Muttersprachlern weltweit – wesentlich seltener als etwa Französisch, Englisch
oder gar Chinesisch.
Darüber hinaus brauchen wir Deutsche das Italienische im Repertoire allein schon deshalb,
weil wir nur allzu gerne in Italien Urlaub machen.
Aber auch von der anderen Seite aus zwingt sich das Italienisch-Lernen gerade zu auf.
Denn Italien und auch die Europäische Union bieten Arbeitsplätze und Chancen zuerst
für die, die möglichst viele und in erster Linie natürlich Italiens Landessprache
beherrschen. Egal ob Sie Maurer sind, im Hotel an der Rezeption arbeiten oder versuchen
als junger Akademiker Arbeit zu finden, italienisch hilft dabei. Gerade jetzt in einer
Zeit, in der die Schweiz als Einwanderungsland modern ist, kann es große Erfolge
bedeuten, wenn Sie mehr als nur Deutsch und Französich sprechen.
Sollten Sie jetzt immer noch zögern, die italienische Sprache lernen zu wollen,
dann denken Sie doch noch schnell einmal darüber nach, wie es wohl wäre, wenn Sie beim
nächsten Familienessen in Ihrer Lieblingspizzeria mit einem Lächeln und einwandfreiem
Italienisch bestellen.
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